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Beschreibung von Peter Brueghels Gemälde „Der Weg nach Golgatha“

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"Der Weg nach Golgatha" ist eines der bekanntesten Gemälde des Gründers der Dynastie der niederländischen Maler Peter Brueghel der Ältere. Es bezieht sich auf die Brüsseler Zeit des Künstlers. Die Komposition der Leinwand ist recht traditionell und wurde unter anderem von Bruegels Zeitgenossen verwendet - zum Beispiel von Peter Artsen.

Das Gemälde zeigt eine klassische biblische Handlung - den Weg Christi zum Hinrichtungsgrund. Diese Handlung ist bei Malern dieser Zeit sehr beliebt - zum Beispiel wurde ein Bild eines ähnlichen Themas vom Sohn des Künstlers, Peter Brueghel dem Jüngeren, gemalt.

In Brueghels Interpretation ist eine beliebte Evangeliumsgeschichte eine Ansammlung vieler Menschen. Unter ihnen sind sowohl direkte Teilnehmer an der Entfaltungsaktion als auch neugierige Bürger. Eine solche Interpretation ist typisch für die Brüsseler Zeit von Brueghels Werk. Christus ist in der Bildmitte dargestellt - und gleichzeitig unter anderen menschlichen Figuren verloren. Ebenso sind die Hauptfiguren der Leinwand im Gemälde „Die Babys schlagen“ oder „Die Predigt Johannes des Täufers“ schwer zu unterscheiden.

Es wird angenommen, dass der Künstler auf diese Weise die Unsichtbarkeit eines Ereignisses, auch von weltweiter Bedeutung, im Alltag betont hat. Auf dem Bild wird eine spöttische Menge der zahlreichen, vielfältigen und unauffälligen Figur einer Person gegenübergestellt - Christus, der sein Kreuz trägt.

In dieser Folge hat Brueghel bewusst vom kanonischen Text der Bibel abgewichen. Nach dem Neuen Testament wurde ein Teil des Kreuzes von einem bestimmten Simon von Cyrene getragen. In der Interpretation von Brueghel ist auch das Cyrene vorhanden, so unauffällig wie der Rest der Charaktere. Soldaten vertreiben ihn vom Hecht.

Es gibt auch eine bestimmte politische Komponente. Bruegel beschreibt die Szene als zeitgemäß für ihn. Als ob die spanischen Soldaten, denen Flandern in jenen Jahren gehörte, zur Kreuzigung des jungen flämischen Christus führen würden.





Porträt von Chaliapin Kustodiev


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